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Was bedeutet „renale Denervierung“?

Bei der renalen Denervierung werden bestimmte Zellen an den Nierenarterien mittels Hochfrequenzstrom verödet; eine sogenannte Ablation. Es hat sich herausgestellt, dass im Bereich der Nierenarterien Nervengeflechte vorhanden sind, die bei einer verstärkten Aktivität für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Bluthochdruck verantwortlich sind. Die Ablation der für die Hypertonie verantwortlichen Stellen führt zur Unterbrechung der Leitungen in den Nervengeflechten; dadurch wird die Überaktivität beendet und so auch den Bluthochdruck erheblich reduziert.


Bei dem Eingriff wird ein Katheter über die Leiste eingeführt, der über die Bauchschlagader bis zu den Nieren vorgebracht wird. Es handelt sich hierbei um einen speziellen korbförmigen Katheter, der über mehreren elektronischen Elementen - die Elektroden - Nervenzellen verödet. Die durchschnittliche Dauer des Eingriffs, der unter Teilnarkose durchgeführt wird, beträgt rund 40 bis 50 Minuten.
 

 

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Über die Leiste wird ein Katheter, über die Bauchschlagader bis zu den Nieren vorgebracht.
In der Nierenaterie werden über Hochfrequenzstrom bestimmte Zellen im Nervengeflecht verödet.